Supply Chain
PROOpt – Ein Werkzeug zur Optimierung der Produktionsplanung
Unsere Methoden
PROOpt unterscheidet sich von herkömmlichen Planungswerkzeugen hauptsächlich durch zwei Ansätze:
- statistische Betrachtung der Bedarfsunsicherheit
- Generierung einer Prioritätenliste
Im modernen Supply Chain Management hat die Produktion die Aufgabe, die Kundenbedarfe zu befriedigen. Dadurch wird die Prognose der Bedarfe zu einem wesentlichen Input der Produktionsplanung. Doch wie geht man am besten mit der Unsicherheit der Bedarfsprognose um? Weit verbreitet ist der Ansatz, die Unsicherheit durch eine mehr oder minder grobe Berechnung der Sicherheitsbestände auf der Basis mittlerer Verkaufszahlen abzufedern. Die Höhe der Sicherheitsbestände wird dabei typischerweise als Parameter im Planungssystem fixiert.
PROOpt dagegen bildet die Kundenbedarfe als Wahrscheinlichkeitsverteilungen ab. Bereits eingegangene Kundenaufträge werden mathematisch präzise mit unsicheren Bedarfsprognosen verrechnet und reduzieren dadurch die Unsicherheit – die Höhe des Sicherheitsbestandes variiert dynamisch in Abhängigkeit von der Planungssituation. Die sukzessive Verteilung der Produktionskapazitäten erfolgt anschließend mit dem Ziel, wahlweise die wahrscheinliche Absatzmenge oder den erzielbaren Deckungsbeitrag zu maximieren. So wird selbst bei einem temporären Kapazitätsmangel ein Planungsergebnis erzielt, indem die knappen Kapazitäten optimal auf die Produkte verteilt werden.
Doch im Tagesgeschäft gibt es häufig weitere Faktoren, die die Planung der Produktion zusätzlich erschweren. So können zum Beispiel mechanische Probleme in der Anlage oder Lieferschwierigkeiten beim Verpackungsmaterial die aktuelle Planung beeinträchtigen. Derartige unvorhersehbare und kurzfristige Ereignisse in einem standardisierten Software-Tool abzubilden ist kaum möglich. PROOpt berechnet aus diesem Grund anstelle eines fixen Produktionsplans für die nächste Planungsperiode eine Prioritätenliste für die Wahl der nächsten Kampagne – die Entscheidung über die nächste Kampagne trifft jedoch das Planungsteam. Priorisiert wird wahlweise nach wahrscheinlicher Absatzmenge oder erzielbarem Deckungsbeitrag. Die Planer erhalten damit eine objektive Entscheidungshilfe bei der Abwägung, ob als nächstes ein anderes als das von PROOpt am höchsten priorisierte Produkt produziert werden soll.
Doch was, wenn das Planungsteam doch weiter als nur eine Kampagne in die Zukunft blicken will? PROOpt betrachtet hierzu zwei zeitliche Planungshorizonte: Parallel zur Planung der nächsten Kampagne steht die Bedarfssituation über einen längeren Zeitraum im Fokus der Optimierung. Der Anwender erhält anhand einer Kampagnen- und Bestandsvorschau eine Vorstellung über den weiteren Produktionsverlauf. Auf diese Weise kann beispielsweise der Bestandsaufbau vor einer anstehenden Wartungsphase abgeschätzt werden. Die Vorschau stellt jedoch keinen eingefrorenen Produktionsplan dar, sondern eine Momentaufnahme, die zu jedem Planungszeitpunkt an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen angepasst wird.





