
Abschätzung von Substitutionsgefahren
- Vergleichsszenario genau definieren:
Es wird das Produkt für eine bestimmte Anwendung festgelegt und einer möglichen Alternative für eine vergleichbare Anwendung gegenübergestellt. Dabei werden die ggf. unterschiedlichen Einsatzmengen für die erforderliche Anwendung berücksichtigt. - Bilanzgrenzen genau definieren:
Nachdem die Gegenüberstellung der Produkte erfolgt ist, werden jetzt die Rohstoffe bzw. die zugehörigen Versorgungsmärkte diskutiert und so festgelegt, dass eine Vergleichbarkeit der Produktionsketten gewährleistet ist. Ggf. müssen noch Hilfsstoffe und Koppelprodukte identifiziert werden. - Gesamte Wertschöpfungskette evaluieren:
Die Berechnung der einzelnen Produktions- und Verarbeitungsschritte erfolgt in bekannter Weise (siehe u.a. Methodik der Konkurrenzanalyse). Dazu gehört auch die Definition der Markt- und Anlagengrößen. Je nach Aufgabenstellung kann hier durchaus sowohl der Stand der heutigen Technik als auch eine Erwartung für eine zukünftige großtechnische Produktion zugrunde gelegt werden. - Chancen/Risiken einbeziehen:
Insbesondere bei heute noch bestehenden Nachteilen des Substitutionsproduktes sollte ein mögliches Verbesserungspotential durch Weiterentwicklung in die Betrachtung mit einbezogen werden. In diesem Zusammenhang ist aber auch die Wahrscheinlichkeit der technischen Machbarkeit bzw. der damit verbundene Aufwand zu berücksichtigen. - Barrieren und Beschleuniger für Substitution identifizieren:
Hier sind gerade nicht-technische Einflüsse zu beachten. Eine systematische Bewertung erfolgt z.B. im Bayer-Öko-Check.
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