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Donnerstag, 14. Mai 2009

Bayer Technology Services und Sartorius vermarkten Bioreaktor

  • Kooperationen mit Bayer Technology Services und ExcellGene
  • Prototypen neuer Einweg-Bioreaktoren zur ACHEMA 2009

Sartorius Stedim Biotech (SSB), ein international führender Pharma- und Biotechzulieferer, hat heute eine deutliche Erweiterung seines Technologieportfolios im Bereich Einweg-Bioreaktoren angekündigt. Auf der ACHEMA 2009, der weltweit größten Messe für die Prozessindustrie, präsentiert das Unternehmen derzeit bereits zwei Prototypen der innovativen Einweg-Bioreaktoren, die mit neuartigen Mischverfahren arbeiten. Die Entwicklung der Zellkultursysteme erfolgte durch Kooperationen mit der deutschen Bayer Technology Services GmbH (BTS) sowie dem Schweizer Zellkulturspezialisten ExcellGene SA . Die neuen Reaktoren sind speziell für die Herstellung von monoklonalen Antikörpern, rekombinanten Proteinen sowie von Impfstoffen konzipiert.

Bislang bietet Sartorius Stedim Biotech seinen Kunden aus der Pharma- und Biotechbranche zwei Typen von Einweg-Bioreaktoren: Die Produktlinie BIOSTAT CultiBag STR, die wie bei konventionellen Mehrwegreaktoren nach dem Rührprinzip arbeitet (Stirred Bioreactor) sowie die Produktlinie BIOSTAT CultiBag RM, bei der die Zellkultur durch Wellenbewegungen gemischt wird (Wave Bioreactor). Anfang 2010 will das Unternehmen sein Technologieportfolio dann durch die beiden weiteren Systeme ergänzen, bei denen die Zellen durch rotatorisches Oszillieren (Oscillating Bioreactor) bzw. durch orbitales Schütteln (Orbital Shaking Bioreactor) bewegt werden. Jedes dieser vier unterschiedlichen Agitationsprinzipien bietet dem Anwender spezifische Vorzüge, die abhängig sind von den Produktionszellen, dem Größenmaßstab der Zellkultivierung sowie weiteren Prozessparametern.

"Mit dieser umfassenden Technologieplattform kommen wir unserem Ziel ein gutes Stück näher, weltweiter Marktführer im Bereich der Einweg-Bioreaktoren zu werden," kommentierte Dr. Oscar-Werner Reif, der im Board der Sartorius Stedim Biotech für Forschung & Entwicklung zuständig ist, die beiden Kooperationen "Ganz gleich wie die Aufgabenstellung unserer Kunden aussieht - wir bieten die technisch und ökonomisch beste Lösung".

Beide Kooperationspartner von Sartorius Stedim Biotech bringen jeweils eine neue, verfahrenstechnisch optimierte Kultivierungstechnik, eine für die Anwendung geeignete Antriebs- und Containertechnik sowie die biologische Evaluierung der neuen Reaktorsysteme in die Kooperationen ein. Sartorius Stedim Biotech stellt sein Know-how in den Bereichen Einweg-Kultivierungsbeh älter und Einweg-Sensortechnologie zur Verfügung und liefert mit dem BIOSTAT-Kontrollsystem die Steuerungseinheit für die beiden neuen Reaktorsysteme. Der BIOSTAT ist bereits heute weltweiter Maßstab im Markt bei den konventionellen, wiederverwendbaren Bioreaktoren.

Kooperation mit Bayer Technology Services GmbH
Die Kooperation mit Bayer Technology Services sieht vor, dass beide Unternehmen den von BTS entwickelten oszillierenden Reaktor gemeinsam zur Marktreife führen. Dabei werden die biologischen Evaluierungen der Reaktorsysteme bei der Bayer Schering Pharma AG durchgeführt. Eckpunkte zur Herstellung und Vermarktung sind verhandelt. Beide Partner streben an, dass Sartorius Stedim Biotech exklusiv die Herstellung sowie den weltweiten Vertrieb für das Produkt übernimmt. Die oszillierenden Bioreaktoren realisieren ein innovatives hydrodynamisches Bewegungskonzept zur Oberflächen- oder Membranbegasung. Auf diese Weise wird eine gut skalierbare Sauerstoffversorgung und Durchmischung der Zellkulturlösung ohne Blaseneintrag, d.h. besonders scherarm, erreicht. Bei diesem Konzept kann auf bewegte Einbauten verzichtet werden. Die Technologieplattform umfasst derzeit sehr einfache und kostengünstige Reaktoren für die Oberflächenbegasung. In einer späteren Entwicklungsphase soll die Technologie bis hin zu anspruchsvollen Systemen mit Membranen für sehr hohe Kultivierungsanforderungen in Bezug auf Scherstress, Zelldichte und Maßstab erweitert werden. Die Reaktoren sind somit geeignet für ein breites Spektrum von Zellkulturapplikationen. Sartorius Stedim Biotech beabsichtigt, die Reaktoren für den Prozessmaßstab zunächst mit einem Arbeitsvolumen von 50 bis 200 Liter anzubieten und in weiteren Schritten Volumina bis zu 3.000 Liter.

Kooperation mit ExcellGene SA
Die mit ExcellGene abgeschlossene Vereinbarung sieht vor, dass die von ExcellGene in Zusammenarbeit mit der Adolf Kühner AG (Birsfelden, Schweiz) entwickelte Reaktortechnologie des "Orbital Shaking" mit Sartorius Stedim Biotech weiterentwickelt werden soll, um sie auch für den Prozessmaßstab mit Arbeitsvolumina von bis zu 2.000 Liter verfügbar zu machen. Auf der ACHEMA wird bereits der Prototyp eines 250 Liter Orbital Shaking Bioreaktors vorgestellt, der Arbeitsvolumina von 50 Liter bis 250 Liter ermöglicht. Im Labormaßstab ist das "Orbital Shaking" ein bereits erprobtes Verfahren: Die Einweg-Bioreaktoren- Reihe CultiFlask von Sartorius Stedim Biotech, die überwiegend für das Screening von Medien- und Kultivierungsbedingungen und die Prozessoptimierung eingesetzt wird, arbeitet nach diesem Prinzip. Das Agitationssystem dieses Reaktortyps beruht auf einer Orbitalbewegung des Einwegkultivierungsbeutels, der auf einem speziell für diese Anwendung entwickelten Schüttler installiert wird. Dies ermöglicht ein Mischen der Zellkultur bei geringem Scherstress. Der Verzicht auf ein Rührsystem im Kultivierungsbehälter führt zu einer besonders ökonomischen Lösung. Das Reaktorsystem ist vom Millilitermaßstab bis in den Kubikmetermaßstab durchgängig skalierfähig. Es ist vorgesehen, dass in diesen Reaktoren Schüttler der Schweizer Firma Adolf Kühner AG eingesetzt werden.

Sartorius Stedim Biotech in Kürze
Sartorius Stedim Biotech ist ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Entwicklungs-, Qualitätssicherungs- und Produktionsprozesse in der biopharmazeutischen Industrie. Mit integrierten Lösungen für die Fermentation, Filtration, Aufarbeitung, Medienlagerung und -transport sowie für das Labor unterstützt Sartorius Stedim Biotech seine Kunden dabei, Biotech-Medikamente sicher, schnell und wirtschaftlich zu entwickeln und herzustellen. Mit klarem Fokus auf innovative Einwegtechnologien und wertschöpfenden Service gestaltet Sartorius Stedim Biotech den rasanten Technologiewandel in seiner Industrie. Verwurzelt in Wissenschaft und Forschung und eng verbunden mit Kunden und Technologiepartnern, setzt das Unternehmen seine Philosophie "Turning science into solutions" tagtäglich in die Praxis um.

Sartorius Stedim Biotech ist an der Pariser Börse Euronext notiert und hat seinen Hauptsitz in Aubagne, Frankreich. Mit Produktions- und Entwicklungsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien und einem globalen Netz an Vertriebsgesellschaften ist das Unternehmen weltweit präsent. Der wichtigste Produktions- und Entwicklungsstandort befindet sich in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt über 2.300 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz in Höhe von 368,0 Millionen Euro.

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Sartorius Stedim Biotech Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten bergen.

ExcellGene in Kürze
ExcellGene SA ist einer der führenden Anbieter von Prozessentwicklung und Prozessoptimierung in der biopharmazeutischen Industrie. ExcellGene entwickelt innovative Technologien für die Produktion rekombinanter Proteine in Säugetierzellen wie das CultiFlask- System oder die Orbital Shake Bioreaktoren. Zudem deckt ExcellGene als Serviceanbieter die gesamte Produktionskette von der DNA bis zum fertigen Protein unter cGMP-Bedingungen an unter Einsatz stabiler Zellinien als auch transienter Transfektion. Die Firma hat ihren Sitz in Monthey, Schweiz. Weitere Informationen zu ExcellGene SA unter www.excellgene.com.

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